Agenturleben
18.12.2020

Die Weihnachtsgeschichte

Verfasst von: Jana Niedick, Kreation

Eine gute (wie wir finden sehr gute) Weihnachtsgeschichte gehört genauso zum frohen Fest wie die billigen, aber weltbesten Spekulatius vom Aldi, wie das Verbrennen am ersten Schluck Glühwein oder wie die von Mandarinenduft durchfluteten Büroräume in der Vorweihnachtszeit. Dann wollen wir mal: Mach dich bereit für eine gute (sehr gute) Weihnachtsgeschichte, die sich so oder so ähnlich noch in diesem Jahr zugetragen hat.

Leise rieselt der Schnee auf das in die Nacht gehüllte Industriegebiet am Konrad-Zuse-Ring in Vreden. In der Stille der Dunkelheit ist hier keiner weit und breit zu sehen. Fast schon etwas unheimlich, – aber nicht für den Weihnachtsmann, der diesen Ort in der Vorweihnachtszeit als Trainingsfluglager nutzt. 

„Hooo, meine lieben Rentiere. Wie wir heute cruisen, dass macht uns so schnell keiner nach“

freut sich Santa und landet den Schlitten elegant auf dem Dach von KruseMedien

Auch der Kleinste – Rudolf – wird in diesem Jahr zum ersten Mal am Weihnachtsabend vor den Schlitten gespannt. Das kleine Rentier ist ganz euphorisch vor Glück. Alles ist neu und mega spannend.  Während Santa noch die letzten Anweisungen gibt, hört der kleine Rudolf Stimmen. Er beugt sich über das Dach und sieht, dass doch tatsächlich da unten im Gebäude noch Licht brennt. „Ob ich mal nachsehe, solang der Weihnachtsmann noch erklärt. Ich will nur mal lunzen“, denkt er sich und stiehlt sich still und heimlich vom Dach. 

Vorsichtig schaut er durch das Fenster. Im Inneren sieht er drei Personen an einem Tisch sitzen. Vor ihnen steht ein aufgeklappter Laptop, in dem noch andere Personen zu sehen sind. Sie prosten sich mit Glühwein gefüllten Tassen zu und lachen dabei lauthals. Durch den geöffneten Türspalt sieht Rudolf einen prächtig geschmückten Weihnachtsbaum hervorblitzen. „Wow, das ist mal ne Nordmanntanne! Und so schön bunt geschmückt!“, staunt das Rentier. Voller Begeisterung und Schwärmerei saust es zurück auf das Dach der Agentur. 

Dort angekommen, kann es nicht glauben, was es sieht. Der Weihnachtsmann, der Schlitten, die anderen Rentiere – alle sind weg! Das kleine Rentier bekommt ganz schlimm Fracksausen. Er fliegt das ganze Industriegebiet ab, aber da ist niemand mehr. Der Weihnachtsmann ist ohne ihn zurück zum Nordpol geflogen. „Verdammt, wie komme ich nur ohne Santas-Navigationssystem nach Hause?,“ fragt er sich angstverzweifelt. Er kennt den Weg nicht, denn er ist ihn schließlich heute zum ersten Mal geflogen. Nicht einmal die Adresse weiß er. Hilflos landet er wieder auf dem Agenturdach, legt sich erschöpft in den Schnee und weint sich in den Schlaf. 

Am Morgen wird er von einem brausenden Motorgeräusch geweckt. Ein dunkler Audi fährt auf den Parkplatz.

„Krass, wie viel Rentierstärken der wohl hat?“

fragt Rudolf sich. Langsam erinnert er sich an sein Dilemma zurück. Er muss den Weg rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest zum Nordpol finden. Vielleicht macht er in diesem Gebäude hier ein Navigationsgerät oder zumindest eine Landkarte aus. Aber zuerst einmal müsste er überhaupt einmal Santas Adresse herausfinden. Fröhlich pfeifend steigt Guido aus seiner Karre und öffnet die Tür vom Mitarbeitereingang. Während er sich auf den Weg zu den Druckern macht, huscht Rudolf mucksmäuschenstill hinter ihm durch die Tür und sieht sich um.  

Allmählich füllt sich das Gebäude mit Leben. Auch wenn die meisten Mitarbeiter gerade im Home Office sitzen, kommt der ein oder andere Kollege nicht drum herum, auch mal aus dem Büro in Vreden zu arbeiten. Rudolf hört überall Stimmen und Schritte, während er durch die Gänge schleicht. Auf seiner Entdeckungstour durch die Agentur sieht er spannende Dinge. 

In einem Raum mit großen Kameras wird wunderschöne Weihnachtsdekoration aufgenommen. Eine Frau hinter einer Glastür retuschiert einem Model einen fiesen Pickel aus dem Gesicht. Eine andere lockige Dame gestaltet eine wunderschöne Weihnachtskarte mit seinem Gesicht vorne drauf. „Gute Modelauswahl,“ schmunzelt das Rentier. Immer wieder drehen sich die Krusianer verwundert um oder nehmen einen ungewöhnlichen Geruch wahr. Als ob es in der Agentur spuken würde …

Während Rudolf so durch die Gänge schlendert, meldet sich plötzlich seine drückende Blase zu Wort. „Der Weihnachtsmann benutzt doch immer so eine Keramikschüssel. So was muss ich finden, dann wird auch niemanden auffallen, dass ich mich hier herumtreibe“, denkt er sich und schaut sich suchend um. Die Toilette hat Rudolf bald ausfindig gemacht. Nachdem sich das Rentier erleichtert hat, fängt sein Magen an zu knurren. „Im Flur stand doch ein Teller mit Spekulatius und so ein Wasserspender“, grübelt er und macht sich unauffällig auf den Weg dorthin. Er lässt sich in den grauen Stühlen im Eingangsbereich mit dem Keksteller in den Hufen sinken. Hinter den hohen Topfpflanzen wird ihn schon niemand entdecken. 

„Boa Männers, macht doch mal das Fenster auf“, schimpft Thomas nach seinem Gang zum stillen Örtchen, während er die Küche betritt. „Das riecht ja übel aufm Männerklo!“ Die Herren schütteln die Köpfe. „Es war niemand auf der Toilette, seit wir hier sitzen“, stellt Guido klar. „Da wird wohl jemand Probleme mit der Verdauung haben“, kichert Jana, setzt ihre Maske auf und verlässt mit Petra die Mittagsrunde. Als die beiden den Flur betreten, können sie nicht glauben, was sie da sehen. 


Vor Schreck lässt Petra ihre Brotdose fallen und zeigt kreischend auf das Bambi ähnliche Tier, dass gerade versucht, aus dem Desinfektionsspender zu trinken. Das Kreischen der Frauleute zieht auch die übrigen Krusianer neugierig in die Eingangshalle. Da steht doch tatsächlich ein waschechtes Rentier. Rudolf fängt wie wild an sich zu erklären:“Ich bin Rudolf. Das Rentier vom Weihnachtsmann. Er hat mich hier vergessen und ich muss schnell zurück zum Nordpol finden! Habt ihr seine Adresse und ein Navigationsgerät für mich? Bitte tut mir nichts.“ 

Die Krusianer blicken auf das röhrende Rentier.  

„Abgefahren… Versucht es uns gerade irgendwas zu sagen?“

findet Lisa die ersten Worte. „Ich hab mal von `ner App gehört, die Walgeräusche in unsere Sprache übersetzt. Das kriegt man doch bestimmt auch für Rentiere hin“, meint Thomas. Während sich Thomas noch Sebi schnappt, schauen die Krusianer den beiden ungläubig hinterher. „Ja genau, und das hier ist Rudolf, das verloren gegangene Rentier vom Weihnachtsmann“, lacht Petra. Wenn sie nur wüsste, wie goldrichtig sie mit dieser Aussage liegt. 

Es dauert keine Stunde, da kommen Sebi und Thomas mit hochroten Köpfen aus ihrer IT-Schmiede. „Wir haben’s geschafft“, verkünden sie stolz und halten ein Smartphone mit einer eigens entwickelten Rentier-Übersetzer-App in die Luft. Sie laufen runter zu den anderen Krusianern, die sich um das Rentier versammelt haben, um es zu füttern und zu streicheln. Dort angekommen, befragen sie Rudolf. Das Rentier holt aus und erzählt seine Geschichte erneut. Die App nimmt das röhrende Rentier auf und tatsächlich – eine Übersetzung – Wort für Wort erscheint auf dem Bildschirm des Smartphones. Rudolf, das Rentier vom Weihnachtsmann, sitzt hier bei ihnen im Flur und braucht dringend ein Navigationssystem und die Adresse vom Weihnachtsmann.

„Lasst uns doch googeln“, schlägt Guido vor. Aber im Internet finden sich dummerweise viele unterschiedliche Adressen. „Ok Siri, wo wohnt der Weihnachtsmann?“, fragt Theresa in ihr Handy. „Im Norden, ich kann ihn von der Cloud aus sehen,“ ist die unbefriedigende Antwort der Software. „Moment mal! Wir haben gerade erst Santas Onlineshop von Shopware 5 auf Shopware 6 umgerüstet“, ruft Thomas. „Ja klar, im Impressum steht die Adresse vom Weihnachtsmann,“ beendet Sebi Thomas Gedanke. Die Adresse ist somit schneller als gedacht herausgefunden. Das Navigationsgerät aus dem alten Sprinter können sie Rudolf auch überlassen. Das Rentier ist überglücklich. So kann es pünktlich zum Weihnachtsfest wieder heimkehren.

Die letzten Vorbereitungen für den Heimflug werden getroffen. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschieden sich die Krusianer von ihrem neu gewonnenen Freund. „Mach’s gut, Rudolf! Grüß uns den Weihnachtsmann!“, verabschieden sie sich. Das Rentier nimmt Anlauf und macht sich auf den Weg zurück nach Hause. Am Weihnachtsabend kommt der Weihnachtsmann auch bei KruseMedien vorbei und legt die Gaben für die Kollegen unter den Weihnachtsbaum. Rudolf schleicht ihm hinterher und hinterlässt noch eine kleine Grußbotschaft für die Krusianer, aber auch für die Partner und Kunden der Agentur an der Tafelwand:

Am Weihnachtsabend geht die Alarmanlage bei KruseMedien los. Stefan macht sich direkt auf den Weg zur Firma. Dort angekommen, stellt sich heraus, dass es wohl nur ein Fehlalarm war. Gerade wollte Stefan die Lichter im Flur wieder löschen, da fällt ihm auf, dass jemand auf die Tafelwand geschrieben hat. Mit seinem Handy macht er davon ein Foto und schickt die lieben Worte des kleinen Rentiers in die WhatsApp-Gruppe der Krusianer. Diese freuen sich riesig – ein ganz besonderes Geschenk zu Weihnachten, dass sie so nicht so schnell vergessen werden. 

Ja, genau so oder so ähnlich war das im Corona-Pandemie-Jahr 2020 …

Wir

wünschen dir und deiner Familie ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir freuen uns jetzt schon auf ein besseres 2021 mit dir.



Dein KruseMedien-Team

Das könnte Dich auch Interessieren

05.08.2020

Ausbildung zur Mediengestalterin gemeistert – 3 Jahre Azubi-Krusianer

Nach drei Jahren Ausbildung halte ich nun mein Abschlusszeugnis in der Hand. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Ich erinnere mich noch sehr gut an meine ersten Monate bei KruseMedien. Ich habe viele nette Kollegen und Kolleginnen kennengelernt, Erfahrungen gesammelt und eine Menge gelernt. Heute darf ich stolz sagen, dass ich als Gesellin weiterhin Teil des Teams bin :-).

Weiterlesen...
15.06.2020

Digitalisierungsschub oder Krisen-Bewältigung? – Home Office in Corona-Zeiten

Die Corona-Krise hat geschafft, was vorher kaum denkbar war. Etwa 80% der Arbeitnehmer, denen es möglich ist, von Zuhause zu arbeiten, befinden sich derzeit im Home Office. Kaum vorstellbar: Vor der Krise waren es gerade einmal ca. 12%. Anfang April 2020 traf uns das Corona-Virus auch in Deutschland und stellte unter anderem dort die Arbeitswelt auf den Kopf. Arbeitgeber wurden laut Experten „zu ihrem Glück gezwungen“. Wir sehen es eher als eine Chance. Die Krusianer sind bereits im März teilweise ins Home Office umgezogen. Nach fast 4 Monaten von Zuhause aus arbeiten, ziehen wir ein Fazit. Was kann denn nun Home Office eigentlich? Ist es nur eine Art der Krisen-Bewältigung oder hält es sich als nachhaltiger Trend und gibt uns einen Digitalisierungsschub, der schon lange nötig ist?

Weiterlesen...
19.02.2021

Home Office aufgrund von Covid-19 – Ein Rückblick

Vor über einem Jahr wurde die erste Covid-19-Infektion in Deutschland diagnostiziert. Beinahe ein Jahr ist es auch her, dass wir unsere Sachen gepackt haben und zum größten Teil ins Home Office gezogen sind. Selbst die Kollegen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht im Home Office arbeiten können, haben neue Arbeitsplätze bekommen, um Hygienemaßnahmen einhalten zu können. Nun finden wir, es ist an der Zeit für einen Rückblick. 

Weiterlesen...